Pep Guardiola FC Bayern München / Manchester United

Coach Pep Guardiola – seit 2013 Trainer bemi FC Bayern München und ab Saison 2016/17 zu Manchester City. Er erhielt einen bis zum 30. Juni 2019 gültigen Dreijahresvertrag mit einem Gehalt von €20 Mio. (£15.2m).

Zum Abschied, habe ich hier einen kleinen Song gemacht:

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Lookismus, Werbung, Feminismus und Konsum

Und jedes Mal frage ich mich beim Fernsehschauen – was sowieso so gut wie nie passiert gerade deswegen – wie langatmig doch die Werbung ist. Werbeblöcke dauern durchschnittlich 11Min. Und dann ca. 2 Min. noch Eigenwerbung des werbeausstrahlenden Senders. Auch die öffentlich-rechtlichen zeigen bis 18h Werbespots: der allbekannte Trigema-Affe sei mal dahingestellt. Alamased mit glücklichen dünnen Frauen, die ihren sexy Körper genießen und ihn mit Freuden den Männern zur Verfügung stellen.           Bikini-Saison ist immer.

sich schön frei darstellen: http://imgur.com/BojvL2B

Immer schön lächeln. Cause we’re happy.

Ganz geil natürlich ist immer wieder Alkohol. Frauen und Alkohol. Trink Dir die Frau schön. Wenn Du Alkohol trinkst bekommst Du geile Ischen. Denn Du bist sexy, wenn Du Alkohol trinkst. Du darfst soviel trinken wie Du willst, um Dir eine Frau schön zu trinken. (Wir Frauen trinken uns auch gerne mal Euch Männer schön, erzählt nur keiner. Werbung wird ja auch von Männern gemacht, Sexismus geht da in Ordnung) Und Männer dürfen, können, sollen sogar Party à la “don’t sleep” machen, denn Alkoholismus kennt hier niemand (wird zum Glück ja sehr gut ignoriert und wer Alki wird ist schwach und selber schuld. Nicht wahr?) Männer sind einfach cool und Frauen sind dafür da gut auszusehen und dauernd Lust auf Sex mit allen möglichen Männern zu haben. Sie sollten dafür kaufen und tun was das Zeug hält, um dieses Ziel zu erreichen.

Die Frage, die ich mir stelle, ist: wer kauft all diese Produkte? Welche Zielgruppe ist das? Und lohnt sich diese Werbung überhaupt? Ja, bestimmt, denn sonst würden es nicht so viele machen. Juhuuu Nagelstudios ohne Ende und mal die Haarfarbe ändern. Geil. Wir wollen alles tun, um die Chancen zu erhöhen bei Männern sexy anzukommen. Dafür leben Frauen ja. Um geil auszusehen und gefickt zu werden. Und dass L’Oreal sich nun Heike Makatsch für die ältere Zielgruppe (Frauen ab 35Jahren) und Lena Meyer-Landrut für die jüngere Frauengruppe holt – und wer weiß wieviel Gage bezahlt – muss sich anscheinend wirklich lohnen. Frauen rennen los denn “kann man sich zu viel um seine Haare kümmern? Glaub ich nicht” sagt Makatsch mit grauen Haaren “welche grauen Haare”?) macht sie sich in den zwei Spots frisch und sexy. Selbstverständlich rennen auch und erst recht jüngere Mädchen los und färben sich die Haare in Schokobraun (“Chocolat mit Goldreflexen” und “Valliné mit Perlreflexen”), “Ich habs gemacht!” WAS?! Sex?! Nein! “Ich wollte meine Haarfarbe ändern”, und sie hats gemacht! Alle machens! Weil sie dann noch süßer aussehen, ja, wie Lena! Süß und sexy!

Selbstverständlich mit diesem Körper: http://imgur.com/VWgGbo3

Ob #Aufschrei oder nicht, mit oder ohne Femen, die Frauen lassen sich so oder so auf ihre Rolle hin beeinflussen. Ich unterstelle hier auch, dass sie das mögen. Warum sonst ist die Invasion der Nagelstudios geglückt? Denn frau mag es – für das Gute der Welt – ihre wohl verdiente Kohle in eine Maniküre mit French Nails zu stecken, Gel Nails besser, weil frau es sich wert ist. Jep. Und die Männerwelt findet es sowieso alles sexy. Solange die Frau sich pflegt und drauf achtet gut auszusehen. Sex, Erfolg und gutes Aussehen habe ich mal an einer großen Schaufensterfront gelesen.

So sollen Mädls miteinander umgehen immer sexuell erregt: http://imgur.com/9jsZGku,Z8il0pV

Und so können Männern mit Mädchen umgehen, da sie devot für alles zu haben sind: http://imgur.com/9jsZGku,Z8il0pV#1

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Männer können aussehen wie Lil Wayne, Notorious B.I.G., Steve Buscemi, Iggy Popp, Jack Black, Zach Galifianakis, Mr.Bean, James Blunt oder Ed Sheeran- egal wie hässlich und fett, sie bekommen immer super sexy Models ab. Einen bestimmten Typ Frau, die fast alle gleich aussehen und alle keinen speziellen Geschmack haben, denn sie stehen auf “Männer” – egal wie der aussieht. Denn Männer sind sexy. Und jede Frau will sie haben. Dafür liebt sie es objektisiert zu werden. Sie besteht aus sexy Körper mit sexy Körperöffnungen, die nur darauf warten von jeglichen Männern “gebangt” zu werden. Ja das macht Spaß!  Dass “Aussehen nicht alles ist”, glaubt doch Cameron Russel wohl selber nicht. Auch wenn wir ihr in ihrer TED Ansprache glauben sollen, weil sie ja ein Model ist. Bitte? Und wenn Megan Fox sagt, sie war auf der High School “nicht hübsch”, dann fühlen sich Mädchen noch hässlicher als sowieso schon. Liliana Matthäus sagt, je dünner sie ist, desto mehr Jobs bekommt sie!

Und es ist egal, ob mit Photoshop oder ohne. Das Programm hilft der Natur nur etwas weiter, wie die Produkte ja auch.

Helene Fischer für Garnier Nutrisse, Lena Meyer-Landruth für Casting (!) Crème Gloss (!) L’Oreal Paris – “für verführerische Farben” denn “auf gehts, Mädels, wir sind es uns wert.” Dazu die SkinPerfection kaufen, damit man eine “ungeschminkte Wahrheit” bekommt. Einen makellosen Teint. Wer es nicht mitmacht, scheint sich selbst wohl nicht viel wert zu sein. Clever, ihr Marketing-Sklaven.

Warum haben die Frauen so viel Geld, um Klamotten zu kaufen? Und woher haben sie so viel Geld? Vom Betreuungsgeld, oder Kindergeld oder der Alimente? Sie arbeiten alle sehr erfolgreich! Ja! Alleinerziehen! Unabhängig! Stark! Selbstbewusst! Auf jeden Fall kaufen sie sehr viel Schnickschnack fürs “Feel Good”, ja den freiwilligen Lookismus, denn es gibt unendlich viele Läden online für Klamotten, Accessoires, Schminke und Sex. Wie sich Frau am Besten verhält, steht in diesem provokanten englischen Blogartikel von Samantha Rosebird.

So. Wo ist da der Feminismus? Wo ist die Gleichberechtigung? Was soll hier eine Frauenquote? Bleibt beim Äußeren, bleibt beim Oberflächlichen, gefallt den Männern, dann wird es Euch gut gehen! Konsumiert! Und immer schön sexy Selfies von Euch posten wie das hier:

http://imgur.com/xCXLLJO

Es ist ein Geben und Nehmen in der Debatte über Sexismus, Lookism, Feminismus und Konsumverhalten als Balzverhalten. Sie bedingen einander.

Scheint, dass es dem First-Class Deutschland gar nicht sooo schlecht geht. Ich bennene diesen Konsum als eitlen Luxus. Als Wettbewerb für sexuellen Erfolg. Wer nicht mitmacht, bleibt auf der Strecke. Und bekommt also keinen Sex?! Keine Neider. Marketing gibt uns das vor, Männer haben das Recht auf schöne Frauen. Frauen haben das Recht auf Sex (egal mit wem) Und der Grund für all das: alle Frauen wollen einen Summer Body!

Je dünner und mehr Haut umso besser. #thinspo (=thin inspiration) und #anafamily (Anorexie) #skinny4Xmas unter vielen vielen anderen soll über Fotos die Frauen motivieren abzunehmen, um möglichst so auszusehen wie dieses sexy heiß begehrenswerte Model hier.

Es sind nicht “falsche Idealbilder”, sondern REALE Idealbilder. Marketing, Mode und Werbung haben es geschafft.

Denn, wenn frau nicht so aussieht und nicht mitmacht in der sozialen Repression des Lookismus, wird sie automatisch von der Gesellschaft aussortiert. Auch, weil sie sich selbst aussortiert, da man je gelernt hat, zu verlieren ohne “Sex, Erfolg und Gutes Aussehen”. Also mitmachen mit voller Kraft und Geld,

um sich dann freudig zu beweisen wie diese American girls hier.

Soweit so schlecht.

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“THE MONUMENTS MEN” (2014) von George Clooney and Stupid German Money

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Der deutsche Titel “Monuments Men – Ungewöhnliche Helden” zeigt einen äußert gewöhnlichen Film. George Clooney erzählt in seinem fünften Spielfilm als Regisseur mit rein klassischem Handwerk – leider etwas zu klassisch im Hintergrund der Geschichte: typisch böse deutsche “Heil Hitler”-Nazis (hervorragend wie immer: Justus von Dohnányi), typisch tapfere kluge, freundliche und witzige Amerikaner, pompöse Musik, hymnisch wiederholend zu den prangenden USA-Flaggen. Die Besetzung ist leider nicht mehr als nur ein “Zuschauerköder” – jeder, der groß auf dem Plakat steht, bekommt einige wenige nicht besonders aussagekräftige Szenen (darunter leider sehr unscheinbar auch Bill Murray und John Goodman), der typisch intelligente Matt Damon – welcher mit der extrem kleinen Rolle von Cate Blanchett (mit mittelmäßig nachgemachtem französischen Akzent) eine kleine Romanze empfindet. Alle zusammen retten die schönen Kunstwerke, welche die Nazis damals geraubt hatten. 118 Minuten World War II, Kostüme, Gerede, Geschosse. Das Ärgerliche bei diesem Film ist, dass er wieder mit dem seit mindestens 10 Jahren bekannte “Stupid German Money” produziert wurde. Hierbei kommen die Hollywood-Firmen zum Studio Potsdam-Babelsberg und nutzen gerne auch direkt das deutsche Geld. Studio Babelsberg (Siebente Babelsberg Film GmbH) ist zwar Ko-Produzent, die Mitteldeutsche Medienförderung hat auch € 400.000 dazu gegeben, damit u.a. in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin/Brandenburg gedreht werden kann, sowie in Berlin bei ARRI auch der Film (Arri Alexa Plus 4:3) weiter entwickelt werden kann. Der Film wurde sogut wie allein in Deutschland realisiert, alle Rechte verbleiben aber bei Columbia Pictures, Fox 2000 Pictures und v.a. bei Smokehouse (George Clooneys Produktionsfirma). Wie viel real in deutschen Firmen bleibt, mag nur die Abschlußkalkulation der Below-the-Line zeigen… Für ein Produktionsbudget von US$ 70 Mio. hat der Film derzeit knapp US$ 85 Mio. weltweit eingespielt. Er sollte sich den Rest bitte nicht mehr in Deutschland abholen.(Stand Mai 2014) – Update: er hat mittlerweile fast US$ 155 Mio. weltweit eingespielt! Wahnsinn! Allein des Castes wegen und dem wehrten Herr Regisseur. Sehr schade.

INFIDEL SHAMBLES – “BLUE JASMINE” Woody Allen (2013) film review

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It is Woody Allen’s 48th film as a director and after winning 4 Academy Awards, it is my question what he can possibly do new in his stories? He still has the creative look over life! And this time it is amazing (Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Drama – Golden Globe 2014 winning AND Academy Award winning) Cate Blanchett as a neurotic, Benzodiazepine-addicted, Prozac, Litihum and electroshocked but inexplicable proud woman who takes this whole movie onto her side – not to forget the crazy vivid “sister” Sally Hawkins. The actors are always good, it is more the characters written in this story of movie that make no conclusion of what should or is being told here. Alec Baldwin and Peter Sarsgaard are almost not there among others. The story is mostly confusing with flashbacks, even Cate Blanchett’s character might not put her finger on it or even herself; she can’t even handle a Personal Computer in order do go become a interiror designer over an internet-course.

And that might be exactly what old Woody Allen wants us to find – or not to find – in this  new-old piece of urban America: class, gender and corporate criminality, rigid panicking in this post-economic world.

“DALLAS BUYERS CLUB” von Jean-Marc Vallée (2013) film review

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Diesen Film sollte man überraschender Weise doch mal gesehen haben, wenn man auf auffallend gute schauspielerische Leistung achtet. Matthew McConaughey ist hier fast nicht wieder zu erkennen. Er glänzt als spindeldürrer AIDS-kranker Rodeo-Reiter (eigentl. Elektriker), der es sich anfangs richtig gut gehen lässt: mit Drogen, Frauen und Geld. Er ist ein klassischer homophober Redneck. Bis er – es spielt alles um das Jahr 1985 – selbst mit HIV diagnostiziert wird. Es gibt eine Droge (das noch in der Forschung befindliche AZT), die den Virus aufzuhalten vermag, doch die ist sehr teuer, und so versucht er selbst an die Droge zu kommen. Dann bemerkt er, dass es sehr viele Leute gibt… und er macht ein (illegales) Geschäft mit dem Heilmittel. Jared Leto – hier als AIDS-kranke Transsexuelle – ebenfalls extrem kaum wieder zu erkennen – erstrahlt als positiver Funken in der harten grauen Welt. (Solche Rollen werden bei deutschen Schauspielern so gut wie nie angenommen (außer vom vielseitigen Lars Eidinger). Nicht umsonst haben Leto und McConaughey bereits den Golden Globe 2014 erhalten, sowie beide auch den Academy Award! Jean-Marc Vallée als Regisseur und Cutter ist ebenfalls nominiert, da er eine Atmosphäre schafft (zusammen mit auch-nominierten Drehbuchautoren Craig Borten und Melisa Wallack, sowie Produzenten für den Besten Film Robbie Brenner und Rachel Winter), eine gesamte 80er-Welt schafft, die korrumpiert – zwischen der Pharmaindustrie – einmal in den Krankenhäusern (Jennifer Garner als zuvor kommende, doch zweifelnde, ängstliche Ärztin) und dann auch in der eiskalten Realität: die des Überleben-Wollens der Erkrankten. So ist auch das Makeup & Hairstyling von Adruitha Lee und Robin Matthews nominiert, da es teilweise wie eine Dokumentation dargestellt wird, auch die Szenen und Dialoge. 117 Minuten, die wie im Rausch vorrüber gehen, da man mitfiebert um das Leben der vielen Patienten und auch irgendwie für den doch so kühlen Hauptdarsteller, der es einfach selbst wissen will –  und dann bekommt man so langsam mit, wie die Krankheit AIDS in der Gesellschaft wahrgenommen wurde und immer noch (nicht) wird. Für ein Produktionsbudget von ca. US $5.5 Mio. ist der Film inlands in weltweit bereits über US $55 Mio. Umsatz erlangt und ist seit dem 6. Februar 2014 in Deutschland und den meisten anderen europäischen Ländern gelaufen. Wir wünschen weiterhin gutes Gelingen – für den Film  – und die Bekämpfung von AIDS weltweit!

film review “FRUITVALE STATION” von Ryan Coogler

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Es geht um den echten Oscar Grant III, 22 Jahre alt, und sein trauriges realistisches Drama. Er als verliebter, doch einzelgängerischer kleinkrimineller Schwarzer, der von der Polizei in L.A. in der Silversternacht an der U-Bahn “Fruitvale Station” vor seinen Freunden erschossen wird. Große Tension in 85 Min. fast schon soziale Lifedoku. Charakterstarke Darsteller voller Emotionen! Wahre Begebenheit. Realität Leben in der Bay Area. Titel in Deutschland, wieder einmal abgeändert ist “Nächster Halt: Fruitvale Station”

Der Runner auf dem Sundance Filmfestival. Der Regissuer Ryan Coogler (‘1986) aus Oakland, California, hat “Un Certain Regard – Avenir Prize” auf dem Cannes Film Festival 2013 gewonnen. Die Weinstein Company hat schon über US$ 17 Mio. weltweit eingespielt. Es geht wirklich mehr um das Leben und diesen Moment. Dass dieser Moment der Staatsgewalt so passieren kann. Unbedingt ansehen!

Nacktaffen

Nacktaffe Schröder.

Wenn man in Gedanken konsequent “Mensch” oder “Person” durch “Nacktaffe” ersetzt, fällt es einem viel leichter deren Motivation zu erschließen.

Affen-Software. zu 99%.

Bist Du schon mal in den Zoo gegangen und hast eine Stunde lang dem Gorilla in die Augen gesehen? – Eben. Weil er weiß, dass er gefangen ist und Du nicht.

WOYZECK – The Film

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Finally the short film is available online and free on vimeo and youtube:

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 Woyzeck (2012) on IMDb

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WOYZECK EXPERIENCES A STATE OF PARANOID SCHIZOPHRENIA,WHEN
HE FINDS HIS GIRLFRIEND IS CHEATING ON HIM.
JEALOUSY MANIFESTS AS FEAR OF SELF-AWARENESS.
DEATH MANIFESTS AS THE FIRST AND LAST REALITY.

Franz Woyzeck und Marie haben ein Kind. Möglicherweise geht sie fremd. Durch die Erhöhung seiner Tablettendosis vom Doktor ist Woyzeck gefangen in einem unausweichlichen Leiden. Zwischen Wahrheit und Lüge liegt die Realität.
Die Odyssee durch die tiefe Psyche in Gerog Büchners Adaption des fragmentarischen Theaterstücks von 1836 lässt Eifersucht als Furcht der Selbsterkenntnis erscheinen. Der Tod ist die erste und letzte Realität. Das Leben ein einziger Realitätsverlust. πάντα ῥεῖ

OFFICIAL SELECTION 2014

WORLD ARTS FILM FESTIVAL, JACKSONVILLE, FLORIDA 15, 16, 17 MAY 2014

SANTA FE FILM FESTIVAL, NEW MEXICO Saturday, May 3rd at 9:00pm at the Jean Cocteau Cinema

OFFICIAL SELECTION 2013

ON THE EDGE
LOUISVILLE INTERNATIONAl FESTIVAL OF FILM, Louisvile, Kentucky, OCTOBER 12th 2013 in LOUISVILLE, KENTUCKY OFFICIAL SELECTION 2013

MAGIKAL CHARM FILM FESTIVAL 2013, ANTHOLOGY FILM ARCHIVES, NEW YORK CITY, February 12th 2013

WON!!! BEST LIVE ACTION THRILLER

HOT SPRINGS HORROR FILM FESTIVAL 2013, Central Theater Hot Springs, Arkansas, September 26th  2013 – OFFICIAL SELECTION 2013

ARS MUSICA – Lichtspiele Harras/Pocci Plinganser St. 6 im Stemmerhof München – Munich, July 11th 2013

OFFICIAL SELECTION 2012

participation in the TRAILER FEST of the 1st PHENOM FILM FEST, Shreveport / Bossier City, Lousiana, September 6th – 9th 2012

participation in the market of the 15. Brussels Short Film Festival, April 27th – May 6th 2012 15. BRUSSELS SHORT FILM FESTIVAL

FantEx / Trick- Animations- Fantasie- Experimentalfilm und Videoclip Festival 2012 des BDFA, 14. April – 15. April 2012 WON!!! The Silver Medal of the Bundesfilmfestival of the Bundesverband Deutscher Film-Autoren BDFA e.V. FantEx 2012 Waiblingen

Thüringer Landesfilmfestival FILMthuer.2012 am Samstag, 3. März 2012 – 16.15 Uhr Filmblock 9 Thema “Unschönheiten“ WON!!! The 2nd prize in student films and is nominated for the Bundesfilmfestival of the Bundesverband Deutscher Film-Autoren FILMthuer2012

participated in the market of the Festival International du Court Métrage à Clermont-Ferrand 2012, 27. Januar – 4. Februar 2012 Festival International du Court Métrage à Clermont-Ferrand

Ilmenauer Kurzfilmnacht am Mittwoch, 1. Februar 2012 –  21 Uhr Kurzfilmnacht Hochschulfilmclub Ilmenau

CREW:
Camera / SteadiCam Operator: MATTHIAS AULINGER
Lighting: SEBASTIAN SOIK, VIKTOR BÖHM
Sound: STEPHAN MAUER
Sound Mix & Mastering: MATTHIAS FENDL
Visual Effects: LUKAS VÄTH
Props, Assistant Director: NICOLE FLORENCE MARC
Driver, Dramaturgical consultant: ANDREAS H. MÜLLER
Music: BLODDCELL ZERO, AMIRA HANI

Filmrezension: The Zero Theorem von Terry Gilliam

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Endlich ein neuer Film von Terry Gilliam! Auch wenn die Handlung eher redundant erscheint, da es so gut wie keine gibt und geben soll, ist es mal wieder ein Farbenspiel in einer wundersamen Welt: Christoph Waltz ist hier ein Hacker mit einer schüchternen, leicht autistischen Art, die alleine schon den Film sehenswert macht. Er zeigt wieder einmal eine ganz andere Facette seiner Schauspielkunst. Diese Welt hier von Terry Gilliam besteht aus Steam Punk, in der alte und neue Technologien verschmelzen – zu einer post-modernen über-kommerzialisierten, grotesken Gesellschaft. Aber das Drehbuch stammt diesmal ohne Mitwirkung von Terry Gilliam, nämlich von Pat Rushin, der nach einem Kurzfilm hier seinen ersten Feature geschrieben hat. Die 107 Minuten drehen sich um den Sinn des Lebens. Christoph Waltz möchte wissen, warum er hier ist und was das alles bringt. Er lernt ein nettes Mädchen kennen (Mélanie Thierry), in das er sich wohl oder übel wohl verliebt oder auch nicht. Und sie in ihn oder auch nicht. Was ist Leben? Was ist Wahrheit? Wer sind wir und vor Allem wo? Und was ist Realität? Und wie verrückt darf jedem seine eigene Realität sein?

Allein das unglaublich großartige Set-Design ist schon sehenswert. Matt Damon als “Management”  und Tilda Swinton als “Dr. Shrink-Rom” kommen in drei Szenen vor, die in üblicher Manier der beiden gespielt sind. Tilda ist nur on-screen über die Bildschirme zu sehen und sie ist fast identisch wie in “Snowpiercer” oder gar “The Grand Budapest Hotel”. Dafür sind die weiteren Nebenrollen genial besetzt (u.a. Ben Whishaw und Lily Cole)und der Ideenreichtum in Feinstarbeit an Kostüm und Gesamtkonzept ist erstaunlich! Inhaltlich vermag er ebensoviel oder -wenig versprechen wie damals “The Imaginarium of Doctor Parnassus” (2009) or  gar “Tideland” (2005). Der Film soll an das gesellschaftliche Irren wie in Brazil (1985), nur diesmal an die heutige Zeit erinnern. So sieht diese (auch mit Bibel-Anspielung des Buches Kohelet) doch eher pessimistisch oder gar nihilistisch aus. Doch die Reise ist bunt und voll von Träumen.

Für ein Budget von geschätzen US$ 13.5 Mio. (€ 10.34 Mio) hat er bisher nur US$ 771.000 eingespielt, obwohl er schon weltweit veröffentlicht wurde. Die letzte Hoffnung liegt nun in Deutschand, auch wenn es für den Break-Even nicht reichen wird. Vielleicht versuchen daher die Verleiher jeder mit seinem Plakat auf den grünen Zweig zu kommen…  Also: Wer Lust auf eine bunte nonesense-Suche nach der Wahrheit des Lebens hat, sollte dieses Zero Theorem nicht verpassen, denn wie der deutsche Untertitel, den die Concorde Filmverleih ihm gegeben hat, so schön sagt: Das Leben passiert jedem.

Ab 27. November 2014 im Kino.