Der Schmetterling von Hermann Hesse Lied Komposition Sopran Klavier

Ich habe hier das Gedicht von Hermann Hesse vertont als Lied für Sopran mit Klavier.

Vielleicht hat jemand Gebrauch davon, würde mich sehr freuen.

4 Seiten Notenblätter als .pdf

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Der Schmetterling

Mir war ein Weh geschehen,
Und da ich durch die Felder ging,
Da sah ich einen Schmetterling,
Der war so weiß und dunkelrot,
Im blauen Winde wehen.

O du! In Kinderzeiten,
Da noch die Welt so morgenklar
Und noch so nah der Himmel war,
Da sah ich dich zum letztenmal
Die schönen Flügel breiten.

Du farbig weiches Wehen,
Das mir vom Paradiese kam,
Wie fremd muß ich und voller Scham
Vor deinem tiefen Gottesglanz
Mit spröden Augen stehen!

Feldeinwärts ward getrieben
Der weiß’ und rote Schmetterling,
Und da ich träumend weiterging,
War mir vom Paradiese her
Ein stiller Glanz geblieben.

Filmrezension: Under the skin (2013) von Jonathan Glazer

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Wer Lust hat, sich 100 Minuten lang Scarlett Johansson anzusehen, ist hier richtig. Der Film erzählt mit seltsamen Geräuschen, und atmosphärischer Musik  von Mica Levi (Micachu & The Shapes) Streichinstrumenten und kaum Text von einer Frau, die mit dem Auto alleine durch Glasgow und Vorstadt fährt. Ab und an nimmt sie einen Mann mit, der von ihr verführt im schwarzen Sumpf ertrinkt. Klingt seltsam, ist auch genauso gemeint. Sie ist ein Androide und soll nun mit der Umwelt interagieren. Da lernt sie, was es heißt eine Frau zu sein und von Männern angemacht zu werden. Es wird ohne Unterbrechung rein visuell eine mysteriöse, verwirrend beunruhigende Stimmung aufgefangen. Man sieht Scarlett wie sie sich schminkt, an- und auszieht, ein paar mal nackt von hinten endlich auch nackt von vorne und später auch endlich im Bett am Knutschen und wie ein Mann kurz davor ist dann in sie einzudringen. Für Fans von ihr ein absolutes Muss. Der Londoner Regisseur Jonathan Glazer (v.a. bekannt für sehr viele Musikvideos und Werbespots) lässt Seltsamheit voll ausspielen und ihre Sexiness bis zum bitteren Ende walten. Nichts für Leute, die Handlung brauchen, denn hier ist es ein rein experimenteller SciFi-artiger Bildertrip. Nicht mehr und nicht viel weniger.

Ab 10. Oktober 2014 auf DVD.

“INSIDE LLEWYN DAVIS” (2013) Joel and Ethan Coen film review

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A sublime storytelling by Joel and Ethan Coen with great design, light and shot smoothly in connection with the music of melodic folk songs from the early 1960’s (Academy Award nomination for Best Achievement in Cinematography (Bruno Delbonnel) and Best Achievement in Sound Mixing (Skip Lievsa, Greg Orloff, Peter F.Kurland and the Coens won the Grand Prize of the Jury in Cannes). A week in the life of a young singer as he navigates New York City’s Greenwich Village folk scene of 1961. It might look like a timeless cliché: the egocentric “artist,” careening insolently from one self-induced disaster to the next while flaunting a sense of entitlement that is completely undeserved. It will all go on the same, only the singer (nice voice: Oscar Isaac) will not have fame or money still… The ending actually ends up making sense on how he gets no luck in the whole movie and when it is at its worst for him the folk scene is about to get popular with Bob Dylan making his way up. He obviously had talent, what he didn’t have was a pleasant attitude that people wanted to work with, and the circumstance how he lived. He had the right music, but was at the tail end of the peak of that music. It’s a typical Coen brothers theme: irony, despair, etc. I think the point of the movie was when it finally dawns on Llewyn to appreciate and enjoy the journey he was on instead of craving success and never getting there. Something that a lot of people need to learn.

Filmrezension: Get on up von Tate Taylor (2014)

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“By the way, I’m the man who took the “wet” out of “sweat”.” sagte James Brown, the “Godfather of Soul” – dieser Film hier, soll der Renner bei den Oscars 2015 sein. Es ist ein Biopic und ein historischer Musikfilm. Der Regisseur Tate Taylor (bekannt mit “The Help” 2011 und “Winter’s Bone” 2010) erzählt den Umgang im Musik-Business mit  afro-amerikanischen Künstlern und deren Musik in den 60er Jahren. James Browns Leben (3.5.1933 – 25.12.2006) wird von Kindesalter in einer kleinen ärmlichen Waldhütte in South Carolina bis zum Erfolg als Welt-Megastar immer wieder politisch und doch faszinierend über die Songs und Performances dargestellt.  Extrem auffallend ist Chadwick Boseman, der dieses Musikdrama alleine schon sehenswert macht: mit seiner Stimme, Dialekt und Haltung schafft er es James Brown und den Funk wieder zum Leben zu erwecken. Nelsan Ellis als Bobby Byrd erstaunt, mit welchem Elan er die Nebenrolle an sich und aber auch seine Band und seinen besten Freund James durch Dick und Dünn, Höhen und Tiefen, erfüllen kann. Ihn kennt man – genauso wie Viola Davis und Octavia Spencer – auch aus “The Help” (letztere bekam 2012 den Oscar für Best Performance by an Actress in a Supporting Role). Mit einem Produktionsbudget von ca. US$ 30 Millionen hat der 139 Minuten langer Film seinen Break-Even über den US-Markt seit der Premiere am 1. August 2014 bereits komplett erreicht. Dieser Film ist Professionalität in Set-, Costume Design wie in Performance. Universal Pictures International verleiht in ab Ende September 2014 bis März 2015 stückchenweise verteilt über die Welt und setzt ohne Frage ganz auf einen weltweiten Aufbau für die Golden Globes (11.1.2015) / Oscars (22.2.2015). Da wird er auch sehr gute Chancen haben, derzeit steht er so gut wie alleine da und überzeugt auf jeder Spur. Für Musik- und Schauspielkunst-Freunde eine Empfehlung von Herzen!

Ab 9. Oktober 2014 im Kino

UPDATE: Leider wurde er nicht einmal für ein Oscar 2015 nominiert 😦 Dennoch ist er sehr empfehlenswert!!!