“THE BEAVER” by Jodie Foster (2011) film review

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This is a very boring film, which lives only from the good performance by Mel Gibson. Director Judie Foster as his wife is pretty cool in showing emotions, so there is not much empathy for her calculating character. The subject in the end is the self-flagellation of a depressive man, who becomes active and happy when he talks over the hand-puppet “the Beaver”. Mel Gibson plays it wonderful: the spiritless Walter and the Cockney-accented voice of the tireless beaver. But this is like a clinical observation of a multiple personality disorder. The script by first-timer Kyle Killen is very weird and lengthy. It could have been a short film. The second story, loosely in between, is about the son (Zachary Booth) and his not-yet girlfriend (Jennifer Lawrence).

What is this story about? A deeply odd feel bad movie with a little bit of humbleness in the characters without fine emotions.

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Product Placement Nonsense – “THE SECRET LIFE OF WALTER MITTY” (2013) by Ben Stiller – film review

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With an estimated budget of $ 90 million (and already on a $ 188 million worldwide lifetime gross today), I thought this movie maybe might be something different with Ben Stiller. In the end, it is all the same boring not-funny stuff he always does. The story looks like a big advertisement for the magazine “Life”. The screenplay written by Steve Conrad (based on the short story of 1939 by James Thurber) is not boring in dialogues, but in the content of the plot and the actions themselves, for everything happening is just not interesting at all. Ben Stiller directs himself in the same character as known from him in most if not all other movies and tries to put deep feeling in his square figure, even in the end, when a lot of people just want to see the end credits to finally leave the theater. Actors Jim Carrey, Owen Wilson, Mike Myers and Sascha Baron Cohen were all considered for the role of Mitty during the development of this film. It would not have helped the movie either; for a serious narrow-minded guy finding his inner courage and self-esteem, which is not funny or comedic at all (in comparison to the first comedy “The life of Walter Mitty” from 1947 directed by Norman Z. McLeod with Danny Kaye and also produced by Samuel Goldwyn Films respectively Company).

The movie seems to be a never ending ad for “Life” magazine (sub-genre of Time Life corp.). Cinnabun, Nikon, eHarmony, Microsoft, Papa John’s, McDonald’s, Career Builder, The Sesame Street and three films by the same studio (20th Century Fox) are also named and seen in these 114 minutes. “I’ll google it” “I’m lovin it” is a random product placement, too, in this tried feel good movie for mass consumption about a hopeless schmuck who has the imagination of a 7 year old, who constantly is trying to escape his fears by zoning out, only to one day find the meaning of life. How original, boring, and predictable. The plot is very thin, and the film felt much longer than it really was. It’s basically style over substance. I was not moved nor engaged at all because everything felt artificial to me. The “fantasy vs. reality” was low although Walter Mitty seemed very explicit as far as what was real and what was fantasy. That and the massive product placements seemed to indicate that maybe Stiller needed the cash to pay for an ambitious project with all the CGI, big name actors, and scenic locations. Here is a nice audience summary after discussing this commercial film:

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You can find a positive summary and short review here:

http://unrealitytv.com/review-ben-stiller-injects-inspiring-message-secret-life-walter-mitty-remake/

http://www.ign.com/blogs/1212thedoctor/2014/01/03/the-secret-life-of-walter-mitty-review

and another slightly bad one: http://blogs.indiewire.com/theplaylist/review-ben-stillers-the-secret-life-of-walter-mitty-co-starring-kristen-wiig-20131226

http://blogs.evtrib.com/nerdvana/movies/review-the-secret-life-of-walter-mitty-life-mostly-lame/97871/

Somebody might explain why it still is on a 7.4 on imdb?

Filmrezension: Can a song save your life? / Begin Again by John Carney (2013)

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Der Film “Begin Again”, der ab 28.08.2014 in Deutschland unter dem (leicht behämmerten) Titel “Can a song save your life?” läuft, verspricht viel, hält aber wenig. (In Rumänien heißt der Film übrigens “New York Melody”)
Abseits der Songs von Maroon 5-Sänger Adam Levine und Keira Knightly, hübschen Bildern aus New York, und einer eher seichten Geschichte über Liebe, Schlussmachen und Wieder-Zusammenkommen und Musik, hat der Film nicht sonderlich viel zu bieten.
Der Film kam am 11. July 2014 in the US-Amerikanischen Kinos und wurde über den Verleiher The Weinstein Company in den Markt reingedrückt. Studio Canal verleiht ihn in Deutschland. Für einen Independent Film mit 11-köpfigen Produzententeam und kleinem Budget von US$ 7 Mio. ein sehr großer Coup. Adam Levine ist ein Frauenschwarm; zudem hat er seine ganze Rolle ohne Gage gespielt. Auch Keira Knightley soll offenbar nur US$ 50.000 erhalten haben.
Der Film wird sogar ab dem 29.August 2014 noch einmal in die US-Kinos geschickt, weil er als Micro-Budget Film als Highlight des Toronto International Film Fests und TriBeCa Festivals galt. Er soll ins Oscar-Rennen gehen. Für einen Song oder den Soundtrack. Dies ist sehr fragwürdig, denn es ist nicht sauber gearbeitet worden mit den Tonaufnahmen, sowie dem Sound allgemein (z.B.: sagt Keira ihrer Band in C zu spielen und sie fangen aber auf F an.) Zudem sind die Songs und Performances regelrecht farblos. Im Gegensatz zu “Once”. Dies ist in keinem Fall ein “Once Again”. The Weinstein Company setzt aber voll und ganz auf Marketing mit einem angeblichen Werbebudget von US$ 20 Mio!
Der Regisseur und Drehbuchautor John Carney ist sonst nur bekannt für den Musikfilm “Once” (Academy Award für Best Achievement in Music Written for Motion Pictures, Original Song “Falling Slowly”, 2008) und hat seitdem ein paar TV-Serien-Episoden geschrieben und umgesetzt. Er wollte wohl seine eigene unglückliche Liebesgeschichte erzählen, man denkt sogar er wollte Scareltt Johansson besetzten… und ja, genau das. Aber er entschied sich dann doch für das “Audrey Hepburn thing” – Rehlein Keira Knightley. Selbst Lindsay Lohan hätte hier zumindest noch etwas an spannender Würze reingebracht. Aber die passt wohl leider nicht in die Kitsch-Romantik.

Zur Story (Spoiler ab hier):

Die schüchterne Gretta, eine Singer-Songwriterin zieht mit ihrem Freund (Adam Levine), der gerade als Sänger entdeckt wurde, nach New York. Als er sie mit dem eigens für ihn komponierten Lied verlässt, beschließt sie, eine eigene Karriere zu starten. Dabei hilft ihr Mark Ruffalo, ein angeblich tougher alkoholabhängiger Big Music-Business Mann in Midlife-Crisis. Der hat noch zu schaffen mit der typisch desolat rauchenden Ex-Frau (wie üblich Catherine Keener), sowie pubertierender Tocher (einzig gut hier: Hailee Steinfeld – ja, das kleine Mädchen aus “True Grit”!). Am Ende kommt Keira aber wieder mit ihrem arroganten Ex zusammen. Warum-auch-immer. Dazwischen gibts noch ein wenig seichtes Warum-mache-ich-Musik-Geschwafel (das auch nochmal speziell schlechter übersetzt wurde als der Rest des Films sowieso schon), und am Ende weiß man nicht, womit man die letzten 104 Minuten seines Lebens verbracht hat.

Fallhöhe? Is nicht. Konflikt? Eigentlich auch nicht. Alle Figuren könnten jederzeit aufhören, das zu tun, was sie tun, sich in ihre schicke New Yorker Loft setzen (wobei mal wieder mit keinem Wort erklärt wird, wer die Miete zahlt), und dort ein schönes Leben haben. Niemand und nichts zwingt unsere handelnden Figuren das zu tun, was sie tun. Aber das macht nichts, denn (als Tussi-Rolemodel schlechthin) geht’s eh nur ums eigene Ego, um die eigenen Gedanken, das eigene Liebesleben. Sie ohrfeigt ihn, weint, lacht, trauert, sehnt, reist mit ihrem Rollkoffer ab, aber alles ist irgendwie schal, weil die Voraussetzungen nicht gegeben sind. Und die miserable deutsche Synchro macht’s einem nicht leichter, sich in die Figuren hineinzuversetzen, und nimmt dem Film (vermutlich) das letzte bisschen Charme, das er in der Originalfassung noch gehabt haben mag.

Die Tagline “You’re only as strong as your next move.” ist hier nicht als emanzipiertes Statement einer jungen Sängerin zu sehen. Nach einer Stunde ziemlich leerer Handlung beschließt sie ihren alten Typen doch wieder zu nehmen. Wenn Frauen sich unterhalten, dann nur über Männer (und, okay, einmal “lets go shopping!”). Man kann hier nicht oft genug auf den Bechdel-Test verweisen:

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Doch selbst diese wenig ausdrucksstarke Rolle kann Keira Knightley kaum ausfüllen. Außer süß auszusehen und sich um sich selbst zu kümmern hat sie in dem Film nicht wirklich viel zu tun. Aber leider glaubt man ihr das nicht. Und die farb- und charakterlos gehauchten Songs machen das Ganze noch unglaubwürdiger. War als Regieanweisung vermutlich nett gemeint (Empathie für schutzbedürftige Rehlein)- aber trägt leider auch zum Scheitern des Films bei.

Was außerdem noch unangenehm auffällt ist das nicht gerade subversive Product Placement – ein Trend der im jüngeren Independent Cinema langsam aber sicher überhand nimmt. Gefühlt alle zwanzig Sekunden flattert mal wieder ein Produkt über die Leinwand, ist ein Auto im Bild geparkt, das dort nicht hinpasst, hält die Kamera ein paar Sekunden zu lang auf ihr Handy. Leider ist es wohl auch in den USA anders kaum möglich, einen Film unabhängig zu produzieren. Oder ist es doch nur Gier?

Man fragt sich, was uns hier in 107 Minuten, auch nur oberflächlich, erzählt werden soll: Sollte es eine Sozialstudie über New Yorker Snob-Künstler sein und diese scheitert an der Snobbigkeit der portraitierten Figuren? Oder ist er wirklich als eskapistischer Tussi-Kitsch angelegt – ohne Tiefe – und scheitert an seinen dramaturgischen Voraussetzungen? Auch als Musikfilm kann der Film nicht wirklich durchgehen, die seichten Songs fallen im Geplätscher der Handlung nicht weiter auf.

Weltweit hat er schon knapp US$ 63 Mio. eingespielt. Lääuft! Ab jetzt rollt der Rubel…$$$ Topp die Wette gilt: ein Verkaufsschlager für Fans (der hier extrem faden Schauspieler), ein No-Go, ja ein Deal-Breaker für alle, die gutes Kino mögen. Wie sagte Milan Kundera so schön: “Kitsch ist die Abwesenheit von Scheiße.” Dieser Film ist Kitsch.

P.S.: Wer kann erklären, warum das europäische Filmplakat in einem zentralen Detail verändert wurde?

Filmrezension: Get on up von Tate Taylor (2014)

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“By the way, I’m the man who took the “wet” out of “sweat”.” sagte James Brown, the “Godfather of Soul” – dieser Film hier, soll der Renner bei den Oscars 2015 sein. Es ist ein Biopic und ein historischer Musikfilm. Der Regisseur Tate Taylor (bekannt mit “The Help” 2011 und “Winter’s Bone” 2010) erzählt den Umgang im Musik-Business mit  afro-amerikanischen Künstlern und deren Musik in den 60er Jahren. James Browns Leben (3.5.1933 – 25.12.2006) wird von Kindesalter in einer kleinen ärmlichen Waldhütte in South Carolina bis zum Erfolg als Welt-Megastar immer wieder politisch und doch faszinierend über die Songs und Performances dargestellt.  Extrem auffallend ist Chadwick Boseman, der dieses Musikdrama alleine schon sehenswert macht: mit seiner Stimme, Dialekt und Haltung schafft er es James Brown und den Funk wieder zum Leben zu erwecken. Nelsan Ellis als Bobby Byrd erstaunt, mit welchem Elan er die Nebenrolle an sich und aber auch seine Band und seinen besten Freund James durch Dick und Dünn, Höhen und Tiefen, erfüllen kann. Ihn kennt man – genauso wie Viola Davis und Octavia Spencer – auch aus “The Help” (letztere bekam 2012 den Oscar für Best Performance by an Actress in a Supporting Role). Mit einem Produktionsbudget von ca. US$ 30 Millionen hat der 139 Minuten langer Film seinen Break-Even über den US-Markt seit der Premiere am 1. August 2014 bereits komplett erreicht. Dieser Film ist Professionalität in Set-, Costume Design wie in Performance. Universal Pictures International verleiht in ab Ende September 2014 bis März 2015 stückchenweise verteilt über die Welt und setzt ohne Frage ganz auf einen weltweiten Aufbau für die Golden Globes (11.1.2015) / Oscars (22.2.2015). Da wird er auch sehr gute Chancen haben, derzeit steht er so gut wie alleine da und überzeugt auf jeder Spur. Für Musik- und Schauspielkunst-Freunde eine Empfehlung von Herzen!

Ab 9. Oktober 2014 im Kino

UPDATE: Leider wurde er nicht einmal für ein Oscar 2015 nominiert 😦 Dennoch ist er sehr empfehlenswert!!!