Der Schmetterling von Hermann Hesse Lied Komposition Sopran Klavier

Ich habe hier das Gedicht von Hermann Hesse vertont als Lied für Sopran mit Klavier.

Vielleicht hat jemand Gebrauch davon, würde mich sehr freuen.

4 Seiten Notenblätter als .pdf

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Der Schmetterling

Mir war ein Weh geschehen,
Und da ich durch die Felder ging,
Da sah ich einen Schmetterling,
Der war so weiß und dunkelrot,
Im blauen Winde wehen.

O du! In Kinderzeiten,
Da noch die Welt so morgenklar
Und noch so nah der Himmel war,
Da sah ich dich zum letztenmal
Die schönen Flügel breiten.

Du farbig weiches Wehen,
Das mir vom Paradiese kam,
Wie fremd muß ich und voller Scham
Vor deinem tiefen Gottesglanz
Mit spröden Augen stehen!

Feldeinwärts ward getrieben
Der weiß’ und rote Schmetterling,
Und da ich träumend weiterging,
War mir vom Paradiese her
Ein stiller Glanz geblieben.

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Vier Kerzen zur Adventszeit

Vier Kerzen brannten zur Adventszeit
so still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.
Die erste Kerze seufzte und sagte:
Ich heiße Frieden.
Mein Licht leuchtet, aber die Menschen hatten keinen Frieden!
Ihr Licht wurde immer kleiner und erlosch schließlich ganz.
Die zweite Kerze flackerte und sagte:
Ich heiße Glauben, aber ich bin überflussig.
Die Menschen wollen von GOTT nicht wissen.
Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.
Ein Luftzug wehte durch den Raum und die zweite Kerze war aus.
Leise und traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort:
Ich heiße Liebe.
Ich habe keine Kraft mehr zu brennen.
Die Menschen stellen mich an die Seite,
sie sehen nur sich selbst, und nicht die anderen,
die sie lieb haben sollen.
Und mit einen letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.
Da kamm ein Kind in das Zimmer. Er schaute die Kerzen an und sagte:
Aber – aber, ihr sollt doch brennen und nicht ausgelöscht sein!
Und fast fing es an zu weinen.
Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort.
Sie sagte:
Hab keine Angst!
So lange ich brenne,
können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße
Hoffnung!
Mit einem Streichholz nahm das Kind
Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an!
Und seine Augen begannen zu leuchten.

Quelle unbekannt

DIE LIEB

Woher sind wir geboren?
Aus Lieb.
Wie wären wir verloren?
Ohn Lieb.
Was hilft uns überwinden?
Die Lieb.
Kann man auch Liebe finden?
Durch Lieb.
Was lässt nicht lange weinen?
Die Lieb.
Was soll uns stets vereinen?
Die Lieb.
J.W.Goethe

Das Hamsterrad hat Pause

Tiere, welche sitzen im Bürgeramt,

warten auf die Genugtuung ihrer Aufwendungen der Zeit

ihrer angenommenen Leben

dankbar

für die etwaige Anerkennung der Bewältigung ihrer aufgenommenen

Bürgerpflichten

bis die endlich anfallende Nummer der

angepassten

Wartezone

sie zum Bereich der anstehenden Aufgabe ruft

um wieder zurück in die Maschinerie der Menschen eingegliedert zu werden.

 

(2014)

Ich will euch aufmerksam machen

“Ich will euch aufmerksam machen

Ich will euch aufmerksam machen auf die Macht die ihr habt
Ihr alle.
Ihr alle seid Konsumenten
Ihr alle bestimmt Angebot und Nachfrage
Ihr alle habt die Macht zu hinterfragen und zu entscheiden

Macht bedeutet Verantwortung gegenüber dem, was man in diesem kapitalistischem System erwirbt
(bzw. was davor geschah) und somit unterstützt
Wir alle haben die Verantwortung ob weiterhin Ausbeutung und Grausamkeiten passieren
Auch ohne dass ihr wisst bzw. seht wer leidet oder dass überhaupt gelitten wird
Ausbeutung jeglicher Art passiert und existiert.
Es ist anstrengend sich zu informieren oder Bewusstsein zu schaffen
Weil die Gewohnheit selten hinterfragt geschweige denn verändert wird
Weil es schmerzhaft ist
Weil es vielleicht bedeuten würde, eurer Leben grundauf zu verändern
Weil es schon vor so langer Zeit konditioniert wurde
In der Zeit habt ihr begonnen, es als normal zu betrachten und nicht mehr nachzufragen
Die Ahnung, man könnte auf etwas Schmerzvolles stoßen hat euch wahrscheinlich geholfen
Wenn ihr es wusstet- musstet ihr wahrscheinlich aufhören zu fühlen
Habt euch Prinzipien erschaffen, die für euch gelten…
Weitere Fragen und Schlüsse werden daraus gezogen
„Eigentlich will ich ja keine Grausamkeiten, keine Ausbeutung, kein Leid unterstützen
Aber ich kann nun mal nicht verzichten
Eigentlich will ich nicht verzichten
Außerdem habe ich keine Zeit mich zu informieren
Ich nehme mir keine Zeit mich zu informieren
Ich habe keine Lust weil es geht mich ja fast nichts an
Und es würde mir ja vielleicht den Tag verderben
Oder überhaupt den Konsum an sich
Ich könnte es ja nicht mehr genießen, wüsste ich was dahinter steckt
Oder wenn ich ehrlich bin
Doch
Schließlich kann ich Dinge gut verdrängen

Ich unterstütze Leid, weil ich nicht verzichten will und es vielleicht weitere Bewusstseinsfragen aufruft, von denen ich eigentlich noch weniger wissen will oder für die ich einfach keine Zeit habe
Schließlich muss ich mich mit anderen Dingen beschäftigen
Nicht mit Ausbeutung, die traurig ist, aber die ich einfach nicht umgehen kann und die mich aber eigentlich auch fast nichts angeht
Es geht eben nicht

Ich werde mein Bewusstsein nicht öffnen oder meinen Lebensstil ändern, nur damit Leid minimiert wird
Das Leid, welches ich angeblich unterstütze, existiert für mich nicht
Ich werde weiterhin die Augen schließen
Ich habe schließlich das Glück ein Mensch zu sein und in diesem Land geboren zu sein
Es ist halt wie es ist, da kann man nix ändern“

Oder aber :
Ich glaube, an eine Veränderung
Ich verzichte, weil ich kein Leid unterstützen will
Punkt

Egal ob ihr sie annehmt oder so tut als hättet ihr keine Macht
Ihr habt Macht über euren Konsum
Und ihr habt Verantwortung gegenüber allen Beteiligten und Ausgenutzten.”

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte

von Jorge Luís Borges (1899 -1987)*

“Wenn ich mein Leben
noch einmal leben könnte, im nächsten Leben,
würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen.
Ich würde nicht so perfekt sein wollen, ich würde mich mehr entspannen.

Ich wäre ein bisschen verrückter, als ich es gewesen bin,
ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen.
Ich würde nicht so gesund leben, würde mehr riskieren.
Ich würde mehr reisen, mehr Sonnenuntergänge betrachten,
mehr bergsteigen, mehr in Flüssen schwimmen.

Ich würde an mehr Orte gehen, wo ich vorher noch nie war.
Ich würde mehr Eis essen and weniger dicke Bohnen.
Ich würde mehr echte Probleme als eingebildete haben.

Ich war einer dieser klugen Menschen, die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten.
Freilich hatte ich auch Momente der Freude, aber wenn ich noch einmal anfangen könnte,
würde ich versuchen, nur mehr gute Augenblicke zu haben.

Falls du es noch nicht weißt, aus diesen besteht nämlich das Leben, nur aus Augenblicken.
Vergiß nicht das Jetzt!

Ich war einer derjenigen, die nirgendwo hingingen
ohne ein Thermometer, eine Wärmeflasche, einen Regenschirm und Fallschirm.
Wenn ich noch einmal leben könnte, würde ich leichter reisen.

Wenn ich noch einmal leben könnte,
würde ich von Frühlingsbeginn an bis in den Spätherbst hinein barfuß gehen.
Ich würde mehr Karussel fahren, mir mehr Sonnenaufgänge ansehen und mehr mit Kindern spielen,
wenn ich das Leben noch vor mir hätte.

Aber sehen Sie… ich bin 85 Jahre alt und weiß, daß ich bald sterben werde.”

Nacktaffen

Nacktaffe Schröder.

Wenn man in Gedanken konsequent “Mensch” oder “Person” durch “Nacktaffe” ersetzt, fällt es einem viel leichter deren Motivation zu erschließen.

Affen-Software. zu 99%.

Bist Du schon mal in den Zoo gegangen und hast eine Stunde lang dem Gorilla in die Augen gesehen? – Eben. Weil er weiß, dass er gefangen ist und Du nicht.

First I was dying…

First I was dying to finish high school and start college.
And then I was dying to finish college and start working.
And then I was dying to marry and have children.
And then I was dying for my children to grow old enough for school so I could return to work.
And then I was dying to retire.
And now, I am dying… and suddenly realize I forgot to
live.

Anonymous
Submitted by Nicole Zablocki