“FURY – HERZ AUS STAHL” (2014) von David Ayer – Filmrezension

fury_poster fury Mal wieder wurde der Titel vom Verleiher (Sony) für Deutschand geändert, warum auch immer. Naja, es soll eben nicht um “Fury” den Panzer, sondern direkt um Brad Pitt gehen, der, der uns alle ins Kino locken soll. Der Mann mit dem Herzen aus Stahl. Er spielt einen Unteroffizier – mit 50 Jahren! Allein dies ist schon unglaubwürdig (ein Unteroffizier war im 2. Weltkrieg zwischen 17 und 25 Jahre  und bis heute bis 29 Jahre alt sein). Aber Brad Pitt hat anscheinend starke Erfahrungen im 1. Weltkrieg gemacht, weil er brockenhaftes Deutsch sprechen kann. Daher ist er auch so nachdenklich und weise. Zudem wird er auch noch “Wardaddy” genannt. Das erweckt eher Ekel und Lächerlichkeit. Zumal er nicht einmal berfördert worden ist? Naja. Wie auch immer.

Die anderen Soldaten (Shia LaBeouf, Michael Peña, Jon Bernthal) bekommen alle hintereinander klischeehaft Spitznamen wie “Bible”, “Gordo (spanisch für “dick”) oder “Coon-Ass” von den anderen untergejubelt. Sie alle sind immer zusammen gepfercht mit 2 Panzern unterwegs. Irgendwann kommt sogar “der Neue” dazu und sie landen alle in einem deutschen Dorf, wo sich der Jungspund auch gleich mal in ein deutsches Mädl verleibt (Alicia von Rittberg – Gewinnerin des New Faces Award im Mai 2014). Die Geschichte klingt also nach Standard. Ist sie auch. Das Drehbuch von David Ayer (schrieb auch Training Day, Sabotage, End of Watch und The Fast and the Furious) wollte hier mal wieder selber Regie führen, was ihm bis dato mit seinen anderen vier Vorgängern auch nicht sonderlich gelang. 134 Minuten lang passiert nicht viel… so wird auch kaum Spannung oder gar Sympathie für irgendeinen der Jungs aufgebaut. Vielleicht für den “Neuen” Logan Lerman (man kennt ihn aus “The Perks Of Being a Wallflower” mit Emma Watson!).

Wer Historisches erwartet, wird hier nicht glücklich werden. Ohne groß zu spoilern, sage ich nur, dass es sich hier um ein Action Film à la “Fast and the Furious” handelt, nur eben – scheinbar wahllos – ans Kriegsende 1944 in Deutschland in zwei Panzern gelegt. Die bösen Nazis und die mutigen Amis. Einige krasse Blutszenen für die Actionfans. Ein hymnisches Ende. Gezwungene Emotionen.  Fertig ist das Erfolgsrezept mit Brad Pitt. Seit Start in den USA am 17.10.2014 hat der Baller-Film für US$ 68 Millionen (immerhin ohne Stupid German Money)  sage und schreibe US $182 Millionen weltweit eingespielt! Warum? Weil Unterhaltung funzt; Story egal, Hauptsache geile Handlung! Auch wenn dabei die Realität eines Krieges vernebelt wird durch banale Action.

Ab 1. Januar 2015 in den deutschen Kinos.

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