“DALLAS BUYERS CLUB” von Jean-Marc Vallée (2013) film review

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Diesen Film sollte man überraschender Weise doch mal gesehen haben, wenn man auf auffallend gute schauspielerische Leistung achtet. Matthew McConaughey ist hier fast nicht wieder zu erkennen. Er glänzt als spindeldürrer AIDS-kranker Rodeo-Reiter (eigentl. Elektriker), der es sich anfangs richtig gut gehen lässt: mit Drogen, Frauen und Geld. Er ist ein klassischer homophober Redneck. Bis er – es spielt alles um das Jahr 1985 – selbst mit HIV diagnostiziert wird. Es gibt eine Droge (das noch in der Forschung befindliche AZT), die den Virus aufzuhalten vermag, doch die ist sehr teuer, und so versucht er selbst an die Droge zu kommen. Dann bemerkt er, dass es sehr viele Leute gibt… und er macht ein (illegales) Geschäft mit dem Heilmittel. Jared Leto – hier als AIDS-kranke Transsexuelle – ebenfalls extrem kaum wieder zu erkennen – erstrahlt als positiver Funken in der harten grauen Welt. (Solche Rollen werden bei deutschen Schauspielern so gut wie nie angenommen (außer vom vielseitigen Lars Eidinger). Nicht umsonst haben Leto und McConaughey bereits den Golden Globe 2014 erhalten, sowie beide auch den Academy Award! Jean-Marc Vallée als Regisseur und Cutter ist ebenfalls nominiert, da er eine Atmosphäre schafft (zusammen mit auch-nominierten Drehbuchautoren Craig Borten und Melisa Wallack, sowie Produzenten für den Besten Film Robbie Brenner und Rachel Winter), eine gesamte 80er-Welt schafft, die korrumpiert – zwischen der Pharmaindustrie – einmal in den Krankenhäusern (Jennifer Garner als zuvor kommende, doch zweifelnde, ängstliche Ärztin) und dann auch in der eiskalten Realität: die des Überleben-Wollens der Erkrankten. So ist auch das Makeup & Hairstyling von Adruitha Lee und Robin Matthews nominiert, da es teilweise wie eine Dokumentation dargestellt wird, auch die Szenen und Dialoge. 117 Minuten, die wie im Rausch vorrüber gehen, da man mitfiebert um das Leben der vielen Patienten und auch irgendwie für den doch so kühlen Hauptdarsteller, der es einfach selbst wissen will –  und dann bekommt man so langsam mit, wie die Krankheit AIDS in der Gesellschaft wahrgenommen wurde und immer noch (nicht) wird. Für ein Produktionsbudget von ca. US $5.5 Mio. ist der Film inlands in weltweit bereits über US $55 Mio. Umsatz erlangt und ist seit dem 6. Februar 2014 in Deutschland und den meisten anderen europäischen Ländern gelaufen. Wir wünschen weiterhin gutes Gelingen – für den Film  – und die Bekämpfung von AIDS weltweit!

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