Problem: #TATORT und #Müll – – Lösung: #Twitter und #Fickfrosch71

ghh

Während der Erstausstrahlung des Bremer Tatortes “Alle meine Jungs” am 18.Mai 2014 ab 20.15Uhr erzählt Sascha (gespielt von Jacob Matschenz) aufgeregt in ein Handy, dass sein Passwort “Fickfrosch71” sei, und seine Freundin (Genija Rykova) soll das schnell ins Tablet eintippen. Warum, wieso, was da los ist, interessiert die Twitter-Community sowieso nicht mehr viel, da die Geschichte kaum einen roten Faden enthält, noch irgendeine Art an Linie der vielen durcheinander gewürfelten Ideen: “böser” aber doch zu weicher, dicklicher Oberboss “Papa” alias mal wieder Roeland Wiesnekker (weil es keine anderen “Bösen mittleren Alters” als Schauspieler in Deutschland gibt), der die Müllmänner, da sie Ex-Knackis sind (gegeben), in Schutzgeld nimmt, als “Bewährungshelfer in einem chinesischen Restaurant zur Tarnung” – alles übertrumpft mit maßlos viel und teurer GEMA-Musik (siehe hier die Titelliste, playlist von Jakob Grunert, herausgeg. von Radio Bremen) – die Twitter Community hetzt sich da noch so durch, doch als das Passwort fällt – in der Mitte des Films, leicht genuschelt (wie fast alle Dialoge, immer), gehts los mit dem lustigen #Fickfrosch71: Die Community freut sich, dass es jemanden gibt wie ihn und dass es auch noch jemanden gibt, der einen Account gemacht hat dazu: @Fickfrosch71 möchte ab sofort zu den Tatorten kommentieren (Änlich wie der Account @Lanzfragt lustige/dumme Fragen von Markus Lanz online sammelt.)
Der Tatort an sich bekommt diesmal nur wenige kurze Fazits, wie z.B.:

https://twitter.com/KalleKatlewski/status/468130530199109632

https://twitter.com/dirkschaller/status/468132533868433408

fake Knacki-Müllmänner-Armageddon, Kohle für #GEMA, sozialkritisches Milieu-Drama? flach Papa Roeland Wiesnekker #tatort cool: #Fickfrosch71

— AGGROMAUS (@AGRROMAUS) May 18, 2014

https://twitter.com/dietatortkritik/status/468115533423185920

Ist dies vielleicht ein kleines Anzeichen dafür, dass die Zuschauer eher auf der Suche nach Peinlichkeiten, Pleiten, Pech und Pannen sind? Dass das Format Tatort mehr als Selbstzweck dient für die einzelnen Sendergrüppchen verteilt im Lande, die sich selbst noch mit etwas Geld und Quoten überhäufen dürfen? Sind die Drehbuchschreiber nicht mehr im Lande oder sehen die deutsche Welt aus öffentlich-rechtlichen Richtlinien? Spricht man real so in Deutschland oder ist dies TV-Dialog? Oder ist dies “einfach gutes deutsches Fernsehen”?!!! Oder kann es sein, dass die Zuschauer (hier zuweilen auch Opfer) nichts dagegen tun können, außer sich mehr und mehr für “Fickfrösche” zu interessieren? Wird dann die Quote zudem nicht auch noch falsch “berechnet”?

Frösche und Fragen über Fragen, die aus dem Müll heraus kommen…

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